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Cannabis-Funde Deutschland 2026: Die größten illegalen Plantagen

Cannabis-Plantagen 2026 in Deutschland: Große Cannabisfunde, Polizeieinsatz und 23 dokumentierte Fälle.

Von 420Deutschland ·

Größte Cannabis-Plantagen-Funde 2026 in Deutschland: 23.982 Pflanzen dokumentiert. Professionell ausgestattet, methodisch transparent. Detaillierte Auswertung.

Cannabis-Plantagen 2026: Diese großen Funde wurden in Deutschland bekannt

Stand: 9. August 2026

Auch nach der Teillegalisierung von Cannabis werden in Deutschland weiterhin professionell betriebene, mutmaßlich illegale Cannabisplantagen entdeckt. Bei einigen der bislang öffentlich bekannt gewordenen Fälle stellten Polizei und Staatsanwaltschaften mehrere hundert Pflanzen sicher. In mehreren Anlagen wurden mehr als 1.000 Pflanzen gefunden, in Ahaus sogar rund 6.000.

Für diese Übersicht wurden die öffentlich bekannten Fälle anhand von Polizeimeldungen, Veröffentlichungen von Staatsanwaltschaften und offiziellen Behördenangaben überprüft. Dabei wurden insbesondere Fund- beziehungsweise Sicherstellungsdatum und Veröffentlichungsdatum getrennt betrachtet.

Bei der Pflanzenzahl wird ausschließlich die jeweilige behördliche Angabe verwendet. Formulierungen wie „rund“, „mehr als“, „über“ oder „mindestens“ werden nicht in scheinbar exakte Zahlen umgewandelt.

Das Wichtigste in Kürze

In der vorliegenden Auswertung lassen sich 23 Fälle mit einer konkret bezifferbaren Größenordnung von mindestens 50 Pflanzen dokumentieren.

Setzt man bei Näherungs- und Mindestangaben jeweils nur den niedrigsten verwendbaren Wert an, ergibt sich eine konservative Rechenbasis von 23.982 Pflanzen.

Diese Zahl ist keine vollständige Deutschland-Statistik und auch keine exakte Zahl aller 2026 sichergestellten Pflanzen. Mehrere Behördenangaben lauten lediglich „rund“ oder „mehr als“. Außerdem existieren weitere Fälle, bei denen zwar eine Plantage entdeckt wurde, die Polizei aber keine belastbare Pflanzenzahl veröffentlicht hat.

Der größte in dieser Auswertung dokumentierte Fund stammt aus Ahaus in Nordrhein-Westfalen. Dort stellte die Polizei am 28. Januar rund 6.000 Cannabispflanzen sicher.


Die großen, konkret bezifferbaren Funde 2026

OrtBundeslandSicherstellung / EntdeckungVeröffentlichungBehördlich angegebene Zahl
AhausNordrhein-Westfalen28.01.202629.01.2026rund 6.000
Bergkamen-OberadenNordrhein-Westfalen27.02.202627.02.20262.380
GronauNordrhein-Westfalen24.02.202626.02.20261.966
Zons/DormagenNordrhein-WestfalenMärz 202627.03.2026über 1.800
Lippstadt-BenninghausenNordrhein-Westfalen10.02.202611.02.2026etwa 1.200
Spangenberg-MetzebachHessen15.04.202621.04.2026rund 1.100
Wuppertal-HahnerbergNordrhein-Westfalen01.06.202602.06.2026über 1.100
MönchengladbachNordrhein-Westfalen15.06.202616.06.2026rund 1.000
CalbeSachsen-Anhalt14.01.202616.01.2026mehr als 800
Greven bei BoizenburgMecklenburg-VorpommernEnde Februar 202619.03.2026800
Bleckede/LüneburgNiedersachsenJuni 202612.06.2026mehr als 650
BalgstädtSachsen-Anhalt05.08.202605.08.2026643
Dortmund-BrünninghausenNordrhein-Westfalen01.04.202610.04.2026600
Kelbra/TilledaSachsen-Anhalt30.04.202604.05.2026etwa 600
Erkelenz-KatzemNordrhein-Westfalen12.05.202613.05.2026mehr als 600
Pulheim-StommelnNordrhein-Westfalen15.07.202621.07.2026über 500
Remscheid-GüldenwerthNordrhein-Westfalen29.04.202629.04.2026circa 450
BlombergNordrhein-Westfalen19.05.202620.05.2026rund 400
BergheimNordrhein-Westfalen24.03.202626.03.2026über 380 Setzlinge
BallenstedtSachsen-Anhalt02.06.202603.06.2026rund 350
Kreuztal-FerndorfNordrhein-Westfalen05.05.202607.05.2026330
BedburgNordrhein-Westfalen16.06.202617.06.2026mindestens 210
KirchworbisThüringen05.03.202606.03.2026123

Rechenmethodik: Für „mehr als“, „über“ und „mindestens“ wird in der konservativen Rechenbasis jeweils nur der genannte Grenzwert verwendet. Bei „rund“ wird der veröffentlichte Näherungswert übernommen.


1. Ahaus: Rund 6.000 Pflanzen

Der mit Abstand größte Fund dieser Auswertung wurde am 28. Januar 2026 in Ahaus im Kreis Borken gemacht.

Nachdem bei der Polizei ein anonymer Hinweis auf eine mögliche Cannabisplantage eingegangen war, nahmen die Ermittler entsprechende Untersuchungen auf. Nach Erwirkung eines Durchsuchungsbeschlusses wurde das betreffende Wohn- und Geschäftshaus an der Gronauer Straße durchsucht.

Dort fanden die Einsatzkräfte eine professionelle Aufzuchtanlage.

Die Polizei stellte insgesamt rund 6.000 Cannabispflanzen sicher. Dabei handelte es sich sowohl um Setzlinge als auch um ausgewachsene Pflanzen.

Der 42-jährige Mieter wurde vorläufig festgenommen. Er bestritt nach Angaben der Polizei eine Tatbeteiligung.

Sicherstellung: 28. Januar 2026
Veröffentlichung: 29. Januar 2026
Pflanzenzahl: rund 6.000
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Borken


2. Bergkamen-Oberaden: 2.380 Pflanzen

In Bergkamen-Oberaden entdeckte die Polizei am 27. Februar 2026 eine umfangreiche Cannabisplantage in einer Lagerhalle.

Die Beamten durchsuchten die Halle zwischen 8.20 Uhr und 16 Uhr. Dabei wurden insgesamt 2.380 Pflanzen festgestellt und sichergestellt.

Die Plantage verfügte über eine professionell automatisierte Bewässerungs- und Belüftungstechnik.

Ein 69-jähriger Mann aus Bergkamen wurde im Rahmen der Ermittlungen festgenommen und nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen.

Sicherstellung: 27. Februar 2026
Veröffentlichung: 27. Februar 2026
Pflanzenzahl: 2.380
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Unna


3. Gronau: 1.966 erntereife Pflanzen

In Gronau entdeckten Ermittler am 24. Februar 2026 eine professionell betriebene Cannabisplantage in einem Hallenkomplex an der Königstraße.

Vorausgegangen waren Zeugenhinweise.

Die Räumlichkeiten verfügten über ein professionelles Belüftungs- und Bewässerungssystem. Nach Angaben der Polizei wurden außerdem Strom und Wasser offensichtlich illegal bezogen.

Insgesamt stellten die Beamten 1.966 erntereife Cannabispflanzen sicher. Beim Abtransport unterstützten THW und Feuerwehr.

Entdeckung/Sicherstellung: 24. Februar 2026
Veröffentlichung: 26. Februar 2026
Pflanzenzahl: 1.966
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Borken


4. Zons bei Dormagen: Über 1.800 Pflanzen

In einem leerstehenden Gebäudekomplex an der Schloßstraße in Zons entdeckten Polizei und Ordnungsamt eine offenbar professionell betriebene Cannabisplantage.

Ausgangspunkt waren Hinweise von Passanten, die wiederholt starken Cannabisgeruch wahrgenommen hatten.

Bei der Begehung fanden die Beamten über 1.800 Pflanzen sowie technische Anlagen und weiteres Equipment.

Da die Polizei ausdrücklich „über 1.800“ angibt, wird für die konservative Rechenbasis lediglich 1.800 angesetzt.

Entdeckung: März 2026
Veröffentlichung: 27. März 2026
Pflanzenzahl: über 1.800
Konservativer Rechenwert: 1.800
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss


5. Lippstadt-Benninghausen: Etwa 1.200 Pflanzen

Am 10. Februar 2026 durchsuchte die Polizei ein Wohnhaus an der Dorfstraße in Lippstadt-Benninghausen.

Dort wurden zwei professionell betriebene Cannabisplantagen entdeckt. Eine davon war bereits abgeerntet.

Die Beamten stellten etwa 1.200 Cannabispflanzen sowie umfangreiches Equipment sicher. Das Technische Hilfswerk unterstützte bei der Sicherstellung.

Sicherstellung: 10. Februar 2026
Veröffentlichung: 11. Februar 2026
Pflanzenzahl: etwa 1.200
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Soest


6. Spangenberg-Metzebach: Rund 1.100 Pflanzen

Bei einer Hausdurchsuchung am 15. April 2026 entdeckten Ermittler in Spangenberg-Metzebach eine professionell betriebene Indoorplantage.

In den Räumen befanden sich rund 1.100 Cannabispflanzen mit einer Höhe von etwa 100 bis 120 Zentimetern.

Die Pflanzen befanden sich laut Polizei bereits in der Blütephase und wären in absehbarer Zeit erntereif gewesen.

Zusätzlich stellten die Ermittler rund acht Kilogramm bereits verkaufsfertiges Marihuana sicher. Die Polizei schätzte den möglichen Ertrag der Plantage auf mindestens 110 Kilogramm Marihuana.

Sicherstellung: 15. April 2026
Veröffentlichung: 21. April 2026
Pflanzenzahl: rund 1.100
Quelle: Originalmeldung der Polizei Homberg / Polizeidirektion Schwalm-Eder


7. Wuppertal-Hahnerberg: Über 1.100 Pflanzen

Am 1. Juni 2026 schlugen Ermittler in Wuppertal-Hahnerberg nach einem anonymen Hinweis zu.

In einem Einfamilienhaus fanden sie über 1.100 blühende Cannabispflanzen.

Ein 33-jähriger Tatverdächtiger versuchte bei dem Zugriff durch ein Fenster zu flüchten, konnte aber festgenommen werden.

Auch technisches Equipment wurde sichergestellt.

Sicherstellung: 1. Juni 2026
Veröffentlichung: 2. Juni 2026
Pflanzenzahl: über 1.100
Konservativer Rechenwert: 1.100
Quelle: Originalmeldung der Polizei Wuppertal


8. Mönchengladbach: Rund 1.000 Pflanzen

Ein ungewöhnlicher Zufall führte die Einsatzkräfte am 15. Juni 2026 zu einer Plantage in Mönchengladbach.

Ein Bürger hatte wegen eines mutmaßlichen Rohrbruchs die Einsatzkräfte verständigt. Aus einem leerstehenden Gebäude an der Prinzenstraße trat eine stark riechende Flüssigkeit aus.

Im Gebäude entdeckten Polizei und Feuerwehr eine Indoorplantage.

Insgesamt wurden rund 1.000 Cannabispflanzen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen sichergestellt.

Die Anlage verfügte unter anderem über Be- und Entlüftung, automatische Bewässerung und umfangreiche Verkabelungen.

Sicherstellung: 15. Juni 2026
Veröffentlichung: 16. Juni 2026
Pflanzenzahl: rund 1.000
Quelle: Originalmeldung der Polizei Mönchengladbach


9. Calbe: Mehr als 800 Pflanzen

In Calbe in Sachsen-Anhalt wurde am 14. Januar 2026 eine Indoorplantage in einem ehemaligen Supermarkt entdeckt.

Ausgangspunkt war der Hinweis einer Bürgerin.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten mehr als 800 Cannabispflanzen mit einer Höhe von bis zu 120 Zentimetern.

Außerdem wurde professionelle Beleuchtungs-, Belüftungs- und Bewässerungstechnik sichergestellt.

Entdeckung: 14. Januar 2026
Veröffentlichung: 16. Januar 2026
Pflanzenzahl: mehr als 800
Konservativer Rechenwert: 800
Quelle: Originalmeldung der Polizei Sachsen-Anhalt


10. Greven bei Boizenburg: 800 Pflanzen plus abgeerntete Kübel

In Greven bei Boizenburg wurde Ende Februar eine professionelle Cannabisplantage entdeckt.

In einer Scheune auf einem etwa 4.000 Quadratmeter großen Grundstück fanden die Ermittler 800 Cannabispflanzen.

Darüber hinaus wurden 672 leere Kübel mit abgeernteten Pflanzenstielen und etwa 32 Kilogramm loses, abgeerntetes Marihuana sichergestellt.

Die 672 abgeernteten Kübel werden nicht zusätzlich zur Zahl der aktuell vorhandenen Pflanzen gerechnet. Sie werden separat als Hinweis auf die bereits erfolgte Produktion erwähnt.

Entdeckung: Ende Februar 2026
Veröffentlichung: 19. März 2026
Pflanzenzahl: 800
Zusätzlich: 672 abgeerntete Kübel, ca. 32 kg Marihuana
Quelle: Originalmeldung des Polizeipräsidiums Rostock und der Staatsanwaltschaft Schwerin


11. Bleckede/Lüneburg: Mehr als 650 Pflanzen

Auch in Niedersachsen wurde im Juni eine größere Indoorplantage entdeckt.

Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg meldete am 12. Juni 2026 die Sicherstellung von mehr als 650 Cannabispflanzen.

Da die behördliche Angabe „mehr als 650“ lautet, wird für die konservative Berechnung lediglich 650 angesetzt.

Veröffentlichung: 12. Juni 2026
Pflanzenzahl: mehr als 650
Konservativer Rechenwert: 650
Quelle: Originalmeldung der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg


12. Balgstädt: 643 Pflanzen

Am 5. August 2026 wurde im Burgenlandkreis eine mutmaßlich professionell betriebene Cannabisplantage entdeckt.

Die Anlage befand sich in einem Ortsteil der Gemeinde Balgstädt.

Bei den Durchsuchungen wurden 643 Cannabispflanzen sichergestellt. Zwei Tatverdächtige im Alter von 24 und 30 Jahren wurden festgenommen.

Nach Einschätzung der Ermittler hätte die Anlage alle sechs bis acht Wochen rund 30 Kilogramm Cannabisblüten produzieren können.

Sicherstellung: 5. August 2026
Veröffentlichung: 5. August 2026
Pflanzenzahl: 643
Quelle: Bericht unter Berufung auf die Polizei Sachsen-Anhalt


13. Dortmund-Brünninghausen: 600 Pflanzen

Am 1. April 2026 führte ein ungewöhnliches Hilfeersuchen zu einem größeren Fund in Dortmund-Brünninghausen.

Ein Bürger hatte sich an die Polizei gewandt, weil eine Bekannte nicht erreichbar war.

Bei der anschließenden Überprüfung entdeckten die Beamten in einem Mehrfamilienhaus zunächst eine Plantage mit 300 Pflanzen. In einem weiteren Geschoss fanden sie eine zweite Plantage mit weiteren 300 Pflanzen.

Damit wurden insgesamt 600 Pflanzen sichergestellt.

Sicherstellung: 1. April 2026
Veröffentlichung: 10. April 2026
Pflanzenzahl: 600
Quelle: Originalmeldung der Polizei Dortmund


14. Kelbra/Tilleda: Etwa 600 Pflanzen

Im Bereich Kelbra, Ortsteil Tilleda, entdeckte die Polizei am 30. April 2026 Hinweise auf eine größere Cannabisplantage.

In einem zunächst ungenutzten Gebäude wurden technische Einrichtungen und mehrere hundert Cannabispflanzen festgestellt.

Die Polizei gab den Bestand später mit etwa 600 Pflanzen an. Der Abtransport und die Sicherstellung erfolgten anschließend.

Entdeckung: 30. April 2026
Veröffentlichung: 4. Mai 2026
Pflanzenzahl: etwa 600
Quelle: Originalmeldung der Polizeiinspektion Halle (Saale)


15. Erkelenz-Katzem: Mehr als 600 Pflanzen

Am 12. Mai 2026 führte die Polizei im Erkelenzer Ortsteil Katzem einen größeren Einsatz durch.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt.

Auf dem Grundstück fanden die Beamten mehr als 600 Cannabispflanzen und stellten diese sicher.

Sieben Personen wurden vor Ort zunächst vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zur jeweiligen Rolle der Personen und zu den Betreibern der Plantage dauerten an.

Sicherstellung: 12. Mai 2026
Veröffentlichung: 13. Mai 2026
Pflanzenzahl: mehr als 600
Konservativer Rechenwert: 600
Quelle: Originalmeldung der Polizei Heinsberg und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach


16. Pulheim-Stommeln: Über 500 Pflanzen

Am 15. Juli 2026 durchsuchten Polizeikräfte ein Wohnhaus in Pulheim-Stommeln.

Auf der Bruchstraße stießen sie auf eine größere Cannabisplantage.

Die Polizei stellte über 500 Cannabispflanzen, mehrere Kilogramm Marihuana und das dazugehörige Equipment sicher.

Ein 37-jähriger Mann steht im Verdacht, am Betrieb der Plantage beteiligt gewesen zu sein.

Sicherstellung: 15. Juli 2026
Veröffentlichung: 21. Juli 2026
Pflanzenzahl: über 500
Konservativer Rechenwert: 500
Quelle: Originalmeldung der Polizei Rhein-Erft-Kreis


17. Remscheid-Güldenwerth: Rund 450 Pflanzen plus 850 abgeerntete Töpfe

Der Fall in Remscheid ist für die Statistik besonders interessant.

Am 29. April 2026 durchsuchte die Polizei ein Industriegebäude an der Straße Güldenwerth.

In der Lagerhalle fanden die Einsatzkräfte:

  • circa 450 Cannabispflanzen

  • circa 850 abgeerntete Töpfe

  • knapp 11 Kilogramm reife Ernte

  • weiteres Equipment

Die rund 850 abgeernteten Töpfe werden nicht als zusätzliche aktuell sichergestellte Pflanzen in die Pflanzenstatistik aufgenommen.

Damit bleibt der für die Rechenbasis verwendete Wert bei 450 Pflanzen.

Sicherstellung: 29. April 2026
Veröffentlichung: 29. April 2026
Lebende Pflanzen: circa 450
Zusätzlich: circa 850 abgeerntete Töpfe und knapp 11 kg Ernte
Quelle: Originalmeldung der Polizei Wuppertal/Staatsanwaltschaft Wuppertal


18. Blomberg: Rund 400 Pflanzen

Bei einem Großeinsatz am 19. Mai 2026 entdeckte die Polizei in Blomberg eine professionelle Cannabisplantage.

In einem Haus an der Gartenstraße befanden sich rund 400 Pflanzen, verteilt auf mehrere Räume und Etagen.

Zusätzlich fanden die Ermittler fast 18 Kilogramm getrocknetes und abgepacktes Marihuana.

Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.

Sicherstellung: 19. Mai 2026
Veröffentlichung: 20. Mai 2026
Pflanzenzahl: rund 400
Quelle: Originalmeldung der Polizei Bielefeld


19. Bergheim: Über 380 Cannabissetzlinge

Am 24. März 2026 entdeckten Einsatzkräfte in einem Waldgebiet bei Bergheim ein auffälliges Zelt.

Ein Zeuge hatte das Ordnungsamt auf die ungewöhnliche Behelfsunterkunft aufmerksam gemacht.

Im Zelt fanden die Einsatzkräfte über 380 Cannabissetzlinge sowie weiteres Material.

Da die Polizei „über 380“ meldet, wird für die konservative Rechenbasis lediglich 380 angesetzt.

Sicherstellung: 24. März 2026
Veröffentlichung: 26. März 2026
Pflanzenzahl: über 380 Setzlinge
Konservativer Rechenwert: 380
Quelle: Originalmeldung der Polizei Rhein-Erft-Kreis


20. Ballenstedt: Rund 350 Pflanzen

Am 2. Juni 2026 durchsuchte die Polizei ein Objekt in Ballenstedt im Landkreis Harz.

Dabei fanden die Ermittler in mehreren Räumen rund 350 überwiegend ausgewachsene und erntereife Cannabispflanzen.

Die Pflanzen und entsprechendes Anbau-Equipment wurden sichergestellt.

Ein 43-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und anschließend in Untersuchungshaft genommen.

Sicherstellung: 2. Juni 2026
Veröffentlichung: 3. Juni 2026
Pflanzenzahl: rund 350
Quelle: Originalmeldung der Polizeiinspektion Halle (Saale)


21. Kreuztal-Ferndorf: 330 Pflanzen

Am 5. Mai 2026 hob die Siegener Kriminalpolizei in einem Wohnhaus in Kreuztal-Ferndorf eine Cannabisplantage aus.

Im Dachgeschoss befand sich ein vollständig ausgestatteter Raum zur Aufzucht.

Die Polizei beschlagnahmte insgesamt 330 Pflanzen sowie weiteres Equipment.

Außerdem wurde ein illegaler Stromanschluss festgestellt.

Sicherstellung: 5. Mai 2026
Veröffentlichung: 7. Mai 2026
Pflanzenzahl: 330
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein


22. Bedburg: Mindestens 210 Pflanzen

Am 16. Juni 2026 stellte die Polizei Rhein-Erft-Kreis in Bedburg eine größere Cannabisplantage sicher.

Im ersten Obergeschoss eines Hauses fanden die Beamten eine Plantage mit 210 Pflanzen.

In einem weiteren Geschoss wurden zusätzlich zwei Zelte mit weiteren Pflanzen festgestellt.

Deshalb ist die korrekte statistische Formulierung nicht einfach „210 Pflanzen“, sondern:

In Bedburg wurden mindestens 210 Cannabispflanzen festgestellt.

Da die Gesamtzahl der zusätzlichen Pflanzen nicht veröffentlicht wurde, wird für die konservative Rechenbasis nur 210 angesetzt.

Sicherstellung: 16. Juni 2026
Veröffentlichung: 17. Juni 2026
Pflanzenzahl: mindestens 210
Konservativer Rechenwert: 210
Quelle: Originalmeldung der Polizei Rhein-Erft-Kreis und Staatsanwaltschaft Köln


23. Kirchworbis: 123 Pflanzen

In Kirchworbis in Thüringen wurde am 5. März 2026 eine professionelle Cannabisaufzuchtanlage entdeckt.

Die erste Polizeimeldung nannte zunächst noch keine genaue Pflanzenzahl.

Am folgenden Tag veröffentlichte die Landespolizeiinspektion Nordhausen jedoch eine Ergänzung. Nach den ersten Zählungen wurden 123 Pflanzen mit einer Wuchshöhe von bis zu 1,2 Metern eingezogen.

Damit muss dieser Fall nicht mehr lediglich mit „mehr als 120“ angegeben werden.

Die belastbare Zahl lautet 123 Pflanzen.

Sicherstellung: 5. März 2026
Veröffentlichung der ergänzten Pflanzenzahl: 6. März 2026
Pflanzenzahl: 123
Quelle: Originalmeldung der Landespolizeiinspektion Nordhausen


Siegen-Eiserfeld: Hohe dreistellige Zahl – bewusst nicht berechnet

Ein Sonderfall ist die Plantage in Siegen-Eiserfeld.

Am 10. Mai 2026 wurde bei Löscharbeiten in einem stillgelegten ehemaligen Zechenbetrieb eine Cannabisplantage entdeckt.

Die Polizei stellte anschließend eine hohe dreistellige Zahl von Cannabispflanzen fest.

Eine exakte Zahl veröffentlichte die Polizei jedoch nicht. Zudem waren zahlreiche Pflanzen durch das Feuer zerstört worden.

Deshalb wird dieser Fall nicht mit 500 Pflanzen bewertet.

Das wäre eine künstliche Präzisierung, die von der Originalquelle nicht gedeckt ist.

Für die statistische Rechenbasis wird Siegen-Eiserfeld deshalb nicht berücksichtigt.

Entdeckung: 10. Mai 2026
Veröffentlichung der ersten Meldung: 10. Mai 2026
Pflanzenzahl: hohe dreistellige Zahl
Statistische Berechnung: nicht berücksichtigt
Quelle: Originalmeldung der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein


Weitere Fälle mit großen, aber nicht exakt bezifferten Anlagen

Neben den oben aufgeführten Fällen existieren weitere Ermittlungen, bei denen die Behörden von größeren Cannabisplantagen berichten, aber keine ausreichend konkrete Pflanzenzahl veröffentlichen.

Ein Beispiel ist eine am 23. März 2026 in Haselünne entdeckte Indoorplantage. Die Polizei spricht von mehreren hundert Marihuanapflanzen, nennt aber keine genaue Zahl. Deshalb wird dieser Fall nicht in die 23.982er-Rechenbasis aufgenommen.

Auch in Gelsenkirchen wurde im Februar eine über vier Obergeschosse reichende Plantage mit Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien entdeckt. Die betreffende Polizeimeldung nennt jedoch keine konkrete Gesamtzahl. Deshalb wird auch dieser Fall nicht geschätzt.

Das gleiche Prinzip gilt für alle weiteren Fälle ohne belastbare Pflanzenzahl: Keine Zahl wird nachträglich geschätzt.


Wie ergibt sich die Rechenbasis von 23.982 Pflanzen?

Für die 23 konkret bezifferbaren Fälle werden jeweils die niedrigsten verwendbaren Werte angesetzt:

  • Ahaus: 6.000

  • Bergkamen: 2.380

  • Gronau: 1.966

  • Zons: 1.800

  • Lippstadt: 1.200

  • Spangenberg: 1.100

  • Wuppertal: 1.100

  • Mönchengladbach: 1.000

  • Calbe: 800

  • Greven/Boizenburg: 800

  • Bleckede/Lüneburg: 650

  • Balgstädt: 643

  • Dortmund: 600

  • Kelbra/Tilleda: 600

  • Erkelenz-Katzem: 600

  • Pulheim: 500

  • Remscheid: 450

  • Blomberg: 400

  • Bergheim: 380

  • Ballenstedt: 350

  • Kreuztal: 330

  • Bedburg: 210

  • Kirchworbis: 123

Daraus ergibt sich:

23.982 Pflanzen

Wichtig ist die Bezeichnung „konservative Rechenbasis“.

Es handelt sich nicht um eine exakte Zahl aller tatsächlich sichergestellten Pflanzen in Deutschland.

Bei mehreren Fällen liegt die tatsächliche Zahl über dem verwendeten Rechenwert:

  • „mehr als 1.800“ in Zons

  • „mehr als 1.100“ in Wuppertal

  • „mehr als 800“ in Calbe

  • „mehr als 650“ in Bleckede/Lüneburg

  • „mehr als 600“ in Katzem

  • „über 500“ in Pulheim

  • „über 380“ in Bergheim

  • „mindestens 210“ in Bedburg

Auch die Angaben „rund“, „etwa“ und „circa“ sind Näherungswerte.


Warum 23.982 keine Deutschland-Gesamtstatistik ist

Die errechnete Zahl bildet nur die hier öffentlich nachvollziehbaren und konkret bezifferbaren größeren Funde ab.

Es gibt mehrere Gründe, warum die tatsächliche Zahl höher liegen dürfte.

Nicht jeder Fund wird exakt beziffert

Bei manchen Ermittlungen wird lediglich eine „Cannabisplantage“ oder eine „größere Anzahl“ von Pflanzen erwähnt.

Wenn die Behörden keine belastbare Zahl veröffentlichen, wird in dieser Auswertung keine Zahl geschätzt.

Kleine Anlagen fehlen

Die Übersicht konzentriert sich auf größere Funde.

Ein Beispiel ist Dortmund-Rahm. Dort stellte die Polizei am 12. Januar 2026 lediglich 25 Pflanzen fest. Dieser Fall liegt deutlich unter der für diese Übersicht verwendeten Größenordnung.

Abgeerntete Pflanzen werden separat behandelt

Besonders deutlich wird das in Remscheid.

Dort wurden neben rund 450 lebenden Pflanzen etwa 850 abgeerntete Töpfe und knapp 11 Kilogramm fertige Ernte gefunden.

Auch in Greven bei Boizenburg wurden neben 800 Pflanzen weitere 672 leere Kübel mit abgeernteten Pflanzenstielen und rund 32 Kilogramm Marihuana festgestellt.

Diese bereits abgeernteten Pflanzen werden nicht einfach zu den aktuell sichergestellten Pflanzen addiert.


Viele Anlagen waren professionell ausgestattet

Ein wiederkehrendes Merkmal der großen Funde ist die technische Ausstattung.

In den behördlichen Meldungen werden unter anderem genannt:

  • automatische Bewässerung

  • Belüftungs- und Entlüftungsanlagen

  • umfangreiche Beleuchtung

  • mehrere abgedunkelte Anbauräume

  • technische Steuerungen

  • umfangreiche Verkabelungen

  • teilweise manipulierte oder illegal bezogene Stromversorgung

In Bergkamen beispielsweise wurde eine automatisierte Bewässerungs- und Belüftungstechnik festgestellt.

Auch die Anlage in Mönchengladbach verfügte über automatische Bewässerung, Be- und Entlüftung sowie umfangreiche Verkabelung.

In Calbe fanden die Ermittler ebenfalls eine professionelle Beleuchtungs-, Belüftungs- und Bewässerungsanlage.


Wie werden solche Plantagen entdeckt?

Die Fälle zeigen ganz unterschiedliche Wege, auf denen Ermittler auf die Anlagen aufmerksam werden.

Teilweise kommen Hinweise aus der Bevölkerung.

In Ahaus führte ein anonymer Hinweis zu den Ermittlungen.

In Calbe gab eine Bürgerin den entscheidenden Hinweis auf den mutmaßlichen Cannabis-Anbau.

In anderen Fällen waren ungewöhnlicher Stromverbrauch, Cannabisgeruch oder Zufallsereignisse ausschlaggebend.

In Mönchengladbach führte beispielsweise ein mutmaßlicher Rohrbruch die Einsatzkräfte zu einer Indoorplantage.

In Dortmund-Brünninghausen war ein Hilfeersuchen der Ausgangspunkt für den späteren Fund.

In Siegen-Eiserfeld wurde die Plantage wiederum bei Löscharbeiten nach einem Brand entdeckt.


Nordrhein-Westfalen besonders stark vertreten

Auffällig ist die große Zahl der hier dokumentierten Fälle in Nordrhein-Westfalen.

Zu den besonders großen Funden in NRW gehören:

  • Ahaus – rund 6.000

  • Bergkamen – 2.380

  • Gronau – 1.966

  • Zons/Dormagen – über 1.800

  • Lippstadt-Benninghausen – etwa 1.200

  • Wuppertal – über 1.100

  • Mönchengladbach – rund 1.000

  • Erkelenz-Katzem – über 600

  • Dortmund – 600

  • Pulheim – über 500

  • Remscheid – circa 450

  • Blomberg – rund 400

  • Bergheim – über 380

  • Kreuztal – 330

  • Bedburg – mindestens 210

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten illegal angebauten Cannabispflanzen aufweist.

Die Übersicht basiert auf öffentlich bekannt gewordenen Fällen und ist damit von der Veröffentlichungspraxis der jeweiligen Behörden abhängig.


Was sagen die Funde über den illegalen Cannabis-Anbau?

Die Fälle zeigen, dass es auch 2026 größere, professionell organisierte Cannabisplantagen gibt.

Gleichzeitig lässt sich aus der Summe der Sicherstellungen nicht ableiten, wie groß der gesamte illegale Cannabis-Markt in Deutschland ist.

Dafür wären bundesweit einheitlich erhobene Daten notwendig.

Auch die Zahl der sichergestellten Pflanzen sagt allein nichts darüber aus, wie viel Cannabis eine Plantage tatsächlich produziert hat. Einige Anlagen waren bereits teilweise abgeerntet, andere befanden sich noch in der Wachstums- oder Blütephase.


Zwischenfazit: Konservative Rechenbasis von 23.982 Pflanzen

Die bis zum 9. August 2026 öffentlich nachvollziehbaren und konkret bezifferbaren Großfunde dieser Auswertung ergeben eine konservative Rechenbasis von:

23.982 Cannabispflanzen

Dabei wurden 23 Fälle mit konkreter oder belastbar niedrig anzusetzender Pflanzenzahl berücksichtigt.

Nicht in dieser Summe enthalten sind:

  • Fälle ohne konkrete Pflanzenzahl

  • Angaben wie „hohe dreistellige Zahl“, wenn keine exakte Zahl vorliegt

  • bereits abgeerntete Pflanzen

  • fertiges Marihuana

  • kleinere Funde außerhalb der betrachteten Größenordnung

Der Fall Siegen-Eiserfeld wird beispielsweise ausdrücklich nicht mit 500 Pflanzen bewertet, obwohl die Polizei dort von einer hohen dreistelligen Zahl spricht.

Ebenso wird bei Bedburg nicht behauptet, dass dort exakt 210 Pflanzen vorhanden waren. Die Polizei fand 210 Pflanzen in einem Geschoss und zusätzlich weitere Pflanzen in zwei Zelten. Deshalb lautet die korrekte Formulierung „mindestens 210 Pflanzen“.

Auch bei Remscheid werden die rund 450 lebenden Pflanzen klar von den rund 850 abgeernteten Töpfen getrennt.


Methodik

Für diese Übersicht wurden Fälle berücksichtigt, bei denen:

  • die Entdeckung beziehungsweise Sicherstellung 2026 erfolgte,

  • eine offizielle behördliche Meldung vorliegt,

  • mindestens 50 Pflanzen beziehungsweise eine deutlich darüber liegende Größenordnung dokumentiert wurde,

  • und eine konkrete oder belastbar niedrig anzusetzende Pflanzenzahl veröffentlicht wurde.

Bei Angaben wie:

„mehr als 1.800“

wird für die Rechenbasis 1.800 angesetzt.

Bei:

„über 500“

werden 500 angesetzt.

Bei:

„mindestens 210“

werden 210 angesetzt.

Bei:

„rund 6.000“

werden 6.000 angesetzt.

Eine Angabe wie:

„hohe dreistellige Zahl“

wird dagegen nicht in 500 umgewandelt.

Das Ziel ist eine nachvollziehbare und reproduzierbare Darstellung der öffentlich bekannten Fälle – nicht eine künstlich präzise Statistik.


Rechtlicher Hinweis

Die Bezeichnung „Plantage“ beziehungsweise „illegaler Anbau“ orientiert sich an den jeweiligen behördlichen Angaben.

Dass eine Person im Zusammenhang mit einer Plantage als Tatverdächtiger geführt, festgenommen oder in Untersuchungshaft genommen wird, bedeutet nicht automatisch, dass ihre strafrechtliche Schuld feststeht.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Stand der Recherche: 9. August 2026.

Die Übersicht ist ein Zwischenstand. Neue behördliche Veröffentlichungen können weitere Fälle hinzufügen und die Rechenbasis verändern.



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