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Amsterdam kippt Coffeeshop-Verbot für Touristen

Amsterdam 2026: Kein Coffeeshop-Verbot für Touristen. Cannabis bleibt für Ausländer legal. Thumbnail mit Coffeeshop, Cannabisblatt und Amsterdamer Innenstadt.

Von 420Deutschland ·

Amsterdam führt kein Coffeeshop-Verbot für Ausländer ein. Touristen dürfen 2026 weiterhin legal Cannabis kaufen. Alle Fakten im Überblick.

Amsterdam kippt Coffeeshop-Verbot für Touristen: Auch 2026 dürfen Ausländer weiterhin Cannabis kaufen

Gute Nachrichten für Amsterdam-Besucher

Wer 2026 eine Reise nach Amsterdam plant und dabei einen der berühmten Coffeeshops besuchen möchte, kann aufatmen: Das lange diskutierte Verbot für ausländische Touristen wurde nicht eingeführt. Nach monatelangen politischen Debatten hat sich die neue Amsterdamer Stadtregierung gegen eine Zugangsbeschränkung für Touristen entschieden.

Damit bleibt Amsterdam einer der wenigen Orte in Europa, an denen internationale Besucher weiterhin legal Cannabis in lizenzierten Coffeeshops erwerben können.

Was war ursprünglich geplant?

Bereits seit mehreren Jahren wird in Amsterdam über das sogenannte „Einwohnerkriterium“ (Ingezetenencriterium) diskutiert. Dieses Modell wird in einigen niederländischen Städten bereits angewendet und erlaubt den Kauf von Cannabis ausschließlich Personen mit offiziellem Wohnsitz in den Niederlanden.

Befürworter wollten diese Regelung auch in Amsterdam einführen. Ziel war es, den Drogentourismus einzudämmen, die Innenstadt zu entlasten und das Image der Stadt als Cannabis-Hauptstadt Europas zu verändern.

Vor allem Bürgermeisterin Femke Halsema sprach sich wiederholt für eine solche Maßnahme aus.

Warum wurde das Verbot letztendlich abgelehnt?

Entscheidend waren vor allem die Erfahrungen anderer niederländischer Städte und die Einschätzungen von Kriminologen, Tourismusverbänden und Coffeeshop-Betreibern.

Kritiker argumentierten, dass ein Verbot die Nachfrage nach Cannabis nicht verschwinden lassen würde. Stattdessen würden viele Besucher auf illegale Straßenhändler ausweichen. Genau diese Entwicklung konnte in anderen Regionen bereits beobachtet werden.

Experten warnten davor, dass ein Touristenverbot:

  • den Schwarzmarkt stärken könnte,

  • die öffentliche Sicherheit verschlechtern würde,

  • die Kontrolle über Produktqualität erschweren könnte,

  • zusätzliche Probleme mit Straßenhandel verursachen könnte.

Auch wirtschaftliche Aspekte spielten eine wichtige Rolle. Millionen von Touristen besuchen Amsterdam jedes Jahr, und ein Teil davon reist gezielt wegen der liberalen Cannabispolitik an. Studien gehen davon aus, dass ein Verbot erhebliche Auswirkungen auf Gastronomie, Hotels und den Einzelhandel haben könnte.

Dürfen Touristen 2026 weiterhin in Amsterdamer Coffeeshops einkaufen?

Ja.

Aktuell dürfen Touristen weiterhin Cannabis in lizenzierten Coffeeshops kaufen. Dafür gelten dieselben Regeln wie bisher:

  • Mindestalter: 18 Jahre

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich

  • Maximal 5 Gramm pro Kauf

  • Kauf nur in lizenzierten Coffeeshops

  • Keine harten Drogen

  • Kein Alkohol innerhalb von Coffeeshops

Für deutsche Besucher bedeutet das: Ein Besuch im Coffeeshop ist weiterhin legal und ohne Wohnsitz in den Niederlanden möglich.

Was hat sich trotzdem geändert?

Auch wenn das Touristenverbot vom Tisch ist, verschärft Amsterdam seit einigen Jahren andere Regeln.

In Teilen der Innenstadt gelten inzwischen strenge Verbote für den öffentlichen Cannabiskonsum. Besonders rund um:

  • De Wallen (Rotlichtviertel)

  • Dam

  • Damrak

  • Nieuwmarkt

kann das Rauchen von Cannabis auf öffentlichen Straßen mit Bußgeldern geahndet werden. Besucher sollten daher ausschließlich in Coffeeshops oder an ausdrücklich erlaubten Orten konsumieren.

Warum bleibt Amsterdam bei seiner bisherigen Politik?

Die Stadt steht vor einem schwierigen Spagat.

Einerseits möchte Amsterdam Massentourismus reduzieren und die Lebensqualität der Bewohner verbessern. Andererseits gilt das Coffeeshop-System weltweit als erfolgreiches Modell zur Trennung von legalem und illegalem Markt.

Viele Experten sehen regulierte Coffeeshops als wirksames Instrument gegen Straßenhandel. Solange Cannabis über kontrollierte Verkaufsstellen erhältlich bleibt, haben illegale Händler weniger Einfluss auf den Markt.

Wird das Thema in Zukunft erneut diskutiert?

Ja.

Obwohl das Verbot aktuell nicht umgesetzt wird, ist die politische Diskussion keineswegs beendet. Teile der Amsterdamer Politik befürworten weiterhin Einschränkungen für Touristen.

Kurzfristig müssen Reisende jedoch keine Änderungen befürchten. Die neue Stadtkoalition hat sich gegen ein Verbot entschieden, wodurch Touristen auch weiterhin Zugang zu den berühmten Coffeeshops der niederländischen Hauptstadt haben.

Fazit

Das viel diskutierte Coffeeshop-Verbot für Ausländer in Amsterdam wurde 2026 nicht eingeführt. Touristen dürfen weiterhin Cannabis in lizenzierten Coffeeshops kaufen und konsumieren, sofern sie die geltenden Regeln beachten.

Für Besucher aus Deutschland bedeutet das: Amsterdam bleibt auch 2026 eines der beliebtesten Reiseziele für Cannabis-Tourismus. Gleichzeitig verschärft die Stadt jedoch ihre Maßnahmen gegen öffentlichen Konsum und unerwünschtes Verhalten in der Innenstadt.

Wer die lokalen Vorschriften respektiert und Cannabis ausschließlich in erlaubten Bereichen konsumiert, kann seinen Amsterdam-Aufenthalt weiterhin ohne Einschränkungen genießen.


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